Ein mittelständisches Produktionsunternehmen aus einer ländlichen Region stand vor einer kritischen vakanten Position im IT-Bereich. Durch den Einsatz eines Interim SAP Entwicklers in Kombination mit einem anschließenden Fractional-Modell konnte der Projektstau vollständig abgebaut, die Organisation stabilisiert und ein nachhaltiges Besetzungsmodell etabliert werden.
Mandant / Kunde
- Branche: Mittelständisches Produktionsunternehmen
- Unternehmensgröße: ca. 1.200 Mitarbeitende
- Besonderheiten: Mittelstand, ländliche Region
Herausforderung
Zu Projektstart war eine strategisch zentrale vakante Position im SAP-Umfeld seit über sechs Monaten unbesetzt. Gesucht wurde ein Senior SAP Entwickler, nachdem der vorherige Stelleninhaber aufgrund mangelnder Erfahrung und Überforderung ausgeschieden war.
Trotz intensiver Bemühungen der HR-Abteilung blieb die Suche erfolglos. Die eingehenden Bewerbungen waren entweder qualitativ nicht ausreichend oder lagen mit ihren Gehaltsvorstellungen deutlich über dem verfügbaren Budget von rund 80.000 EUR Jahresgehalt. Gleichzeitig war der Markt für erfahrene SAP-Experten stark überhitzt, mit marktüblichen Gehältern jenseits der 100.000 EUR.
Die Lage des Unternehmens in einer ländlichen Region verschärfte die Situation zusätzlich. Klassische Recruiting-Ansätze führten zu langen Suchzeiten, Kündigungsfristen von bis zu sechs Monaten und einer erwarteten Time-to-Fill von 9 bis 18 Monaten.
Die Folgen der unbesetzten vakanten Position waren deutlich spürbar: – Projektstaus und stagnierende IT-Initiativen – Ressourcenkonflikte zwischen Fachabteilungen – Sinkende Stimmung und steigender interner Druck.
Dadurch entstand ein kritischer Engpass, der sowohl die operative Stabilität als auch die Umsetzung zentraler IT-Projekte gefährdete, weshalb ein Interim SAP Entwickler Mittelstand Fractional Modell als kurzfristige und wirtschaftlich tragfähige Lösung erforderlich wurde.
Zielsetzung
Ziel der Zusammenarbeit war es, die akute Notsituation kurzfristig zu stabilisieren und gleichzeitig eine langfristig tragfähige Lösung zu entwickeln. Die vakante Position sollte innerhalb von maximal 14 Tagen überbrückt werden, um kritische Projekte wieder handlungsfähig zu machen.
Darüber hinaus sollte ein Modell geschaffen werden, das es dem Unternehmen ermöglicht, dauerhaft von Senior-Expertise zu profitieren, ohne die Kostenstruktur einer klassischen Festanstellung tragen zu müssen.
Lösung
Karriereweg empfahl ein dreistufiges Modell aus Interim- und Fractional-Einsatz:
Schritt 1: Ein erfahrener Senior SAP Experte übernahm als Interim Expert für ca. 6–8 Monate eine operative und strategische Rolle. Ziel war der Abbau des Projektstaus sowie die Strukturierung und Priorisierung der SAP-Themen gemeinsam mit dem internen Team.
Schritt 2: Parallel startete die gezielte Suche nach einem Junior SAP Entwickler, der durch den Interim Expert fachlich aufgebaut und langfristig entwickelt werden sollte.
Schritt 3: Nach Stabilisierung der Situation wurde das Interim Mandat schrittweise in ein Fractional-Modell überführt, um die Senior-Expertise bedarfsgerecht und kostenoptimiert weiter zu nutzen.
Zur Entscheidungsfindung wurde der VakaCheck® eingesetzt. Dabei wurden die bereits entstandenen Kosten sowie eine prognostizierte Vakanzzeit von insgesamt 320 Tagen (inklusive Kündigungsfrist) den Kosten der Interim- und Fractional-Lösung gegenübergestellt. Die Analyse zeigte eindeutig, dass die weitere Nichtbesetzung der vakanten Position wirtschaftlich deutlich nachteiliger gewesen wäre.
So konnte das Unternehmen nicht nur kurzfristig handlungsfähig bleiben, sondern gleichzeitig ein skalierbares Modell für den nachhaltigen Einsatz von SAP-Expertise im Mittelstand etablieren.
Ergebnisse & Wirkung
Der eingesetzte Interim SAP Entwickler erzielte innerhalb kürzester Zeit spürbare Ergebnisse: – Abbau des vollständigen Projektstaus innerhalb von 120 Arbeitstagen (ca. 7 Monate) – Vier Tage Einsatz pro Woche reichten aus, um Leistungen zu erbringen, die zuvor über drei Jahre nicht erreicht wurden – Deutliche Beschleunigung interner SAP-Initiativen und internationaler Wachstumsprojekte
Parallel konnte nach 140 Tagen ein Junior SAP Entwickler mit kurzer Kündigungsfrist gewonnen werden. Die gesamte Time-to-Fill vom ersten Ausschreibungsstart bis zum Arbeitsbeginn betrug 320 Tage – ohne die Organisation in dieser Zeit handlungsunfähig zu lassen.
Mit dem Einstieg des Nachwuchsentwicklers wurde der Interim-Einsatz sukzessive reduziert und in eine Fractional-Rolle überführt. Heute steht der Senior-Experte dem Unternehmen rund acht Tage pro Monat für einen Zeitraum von über 30 Wochen zur Verfügung.
Gleichzeitig zeigte sich, dass die Kombination aus Interim- und Fractional-Einsatz sowohl die Projektgeschwindigkeit als auch die Effizienz der gesamten IT-Organisation signifikant erhöhte.
Zusätzliche Effekte
Neben den operativen Erfolgen ergaben sich weitere positive Nebeneffekte: – Entlastung der Fachabteilungen und des IT-Leiters – Nachhaltiger Know-how-Transfer an den Junior SAP Entwickler – Hohe Akzeptanz des Modells im Unternehmen – Attraktive Kostenstruktur durch projektbezogene Verbuchung und flexiblen Einsatz
Durch den Fractional-Ansatz konnte der Honorarsatz beibehalten und die verfügbare Senior-Expertise sogar verlängert werden.
Der Karriereweg-Gamechanger
Karriereweg überzeugte durch strategische Weitsicht und wirtschaftliche Transparenz. Statt ausschließlich auf eine Festanstellung zu fokussieren, wurde gemeinsam ein Modell entwickelt, das akute Stabilisierung und langfristige Perspektive miteinander verbindet.
Die Kombination aus datenbasierter Vakanzkostenanalyse, passgenauer Expertenauswahl und flexiblen Einsatzmodellen machte den Unterschied. So wurde aus einer kritischen vakanten Position eine nachhaltige Erfolgsstrategie für die IT-Besetzung im Mittelstand.
